Burnout

Obwohl das Burnout in aller Munde ist, besteht vielerorts noch ziemlich viel Unsicherheit, was ein Burnout ist und was man dagegen tun kann.

Was ist ein Burnout ?

Beim Burnout handelt es sich um eine Depressionsart, die auch Erschöpfungsdepression genannt wird. Sie kommt seltener als allgemein angenommen vor, wird aber oft auch synonym für alle anderen Arten von Depressionen verwendet. Dabei ist das Burnout offiziell gar keine eigenständige Diagnose, aber die häufigste Selbstdiagnose. Um von einem Burnout sprechen zu können muss ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Krankheit und einer Überlastung am Arbeitsplatz bestehen.

„Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet werden kann“

Anzeichen, Symptome und typischer Verlauf eines Burn Outs

Leiden Sie unter einem massiven körperlichen und geistigen Erschöpfungszustand, haben aber gleichzeitig Schlafstörungen? Sind sie reizbarer als früher und fühlen sich freud- und lustlos und macht Ihnen die bisher geliebte Arbeit keinen Spaß mehr? Haben sie schon gar keine Lust mehr in die Arbeit zu gehen? Sind sie auf einmal gegenüber Kunden und Mitarbeitern zynisch, gleichgültig oder negativ eingestellt? All das könnte auf ein Burnout, eine Erschöpfungsdepression, hinweisen. Dabei ist häufig ein Mechanismus bei den Patienten zu beobachten, dass sie sich erst für die Arbeit über alle Maßen begeistern können und völlig auspowern und ebendiese Arbeit dann keinen Spass mehr macht und negativ besetzt wird.

„Grundsätzlich brennt jemand nur aus, wenn er zuerst für etwas gebrannt hat“

Daneben können bereits am Anfang viele unterschiedliche körperliche Symptome auftreten, die sich bei längerem Verlauf verschlechtern können und auch zu schweren Folgeerkrankungen führen können. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Alkoholismus und Drogenkonsum, Immunschwäche und körperliche Funktionsstörungen aller Art können Langzeitfolgen sein.
Eine schwere Komplikation sind die nicht selten vorkommenden Selbstmordgedanken.

Was kann man gegen ein Burnout tun?

Ist ein Burnout bereits vorhanden, ist meist eine Depressionsbehandlung nötig. Diese enthält in der Akutphase meist auch eine medikamentöse Therapie. Gleichzeitig ist in der Psychotherapie wichtig herauszufinden, welche Mechanismen die Krankheit aufrecht erhalten bzw. auslösen. Es folgt nach einer Stabilisierungsphase eine Neuausrichtung im Zusammenhang mit dem Focus, den Ihre Arbeit in der Zukunft spielen soll oder muss. Es geht bei dieser spezifischen Depression auch immer um die Einbindung des beruflichen Alltags in den therapeutischen Prozess. Insofern empfiehlt es sich aus unserer Sicht nicht, von „Null auf Hundert“ wieder einen Einstieg ins Berufsleben vorzunehmen, sondern therapeutisch begleitet eine schrittweise Wieder-Annäherung an den Beruf zu gestalten.

Unterstützung

Ein Burnout muss dringend therapeutisch begleitet werden. Suchen sie einen Psychiater oder Psychotherapeuten auf.
Idealerweise wird im Verlauf der Therapie auch das berufliche Umfeld und die Familie in den Therapieprozess mit eingebunden. Da häufig die „besten Mitarbeiter“ an einem Burnout erkranken, ist die Bereitschaft von Betrieben erfahrungsgemäß sehr groß, einen schrittweisen Wiedereinstieg oder gegebenenfalls sogar ein anderes Betätigungsfeld innerhalb des Betriebs zu ermöglichen. Die Familie spielt als wichtigster sozialer Empfangsraum eine bedeutende Rolle für den Erfolg der Therapie. In einem Heilungsprozess hilft die Familie vielen Patienten dabei, eine realistische Sichtweise auf die erlangten Fortschritte zu bekommen. Diese werden nämlich oft vom Umfeld eher wahrgenommen als von den Betroffenen.

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